Gekauft oder doch gerettet? 

Lange haben wir in unserem Team gemeinsam hin und her überlegt, ob wir diesen Aufruf starten sollten…

 
Vor einigen Tagen erhielt ich die Information, dass ein nahegelegener „Streichelzoo“ schließen muss und einige Tiere noch ein neues zu Hause suchen. Vom Kriechtier bis zum Esel war so einiges vertreten.
 
Nach meinem ersten Besuch vor Ort gingt mir eine Gruppe von Tieren leider nicht mehr aus dem Kopf – die vier Lamas, die dort (noch) lebten. Mir drehte sich sprichwörtlich der Magen um, als ich sah, wie die Tiere dort gehalten wurden. Verschiedene Aussagen bestätigten, dass diese Tiere täglich über Stunden mit trockenem Brot und irgendwelchen anderen „Leckerlies“ nicht gefüttert, sondern nahezu vollgestopft wurden. Ein Zustand, den ich nur sehr schwer aushalten konnte. Wer sich ein wenig mit Lamas beschäftigt und auskennt, weiß auch, dass diese Haltungs- und Fütterungsform pures Gift für die Tiere ist.
 
In einem Telefonat mit dem Vorbesitzer machte dieser schnell und deutlich klar, dass die Tiere „weg müssen“, egal wann und egal wie.
 
Nun stand ich da - Vier Lamas, in einer Haltungsform, über die man sich streiten kann, ein mehr als schlechter Allgemeinzustand der Tiere… und mein Herz, das mir sagte: „Jetzt oder nie.“
 
Mit Bauchschmerzen und Kopfzerbrechen fuhr ich also nach Hause. In meinen Gedanken baute ich bereits die neuen Gehege, telefonierte mit dem Tierarzt über notwendige Behandlungen und schmiedete erste Pläne für die Zukunft, damit diese vier bezaubernden Wesen einen bestmöglichen Neustart ins Leben bekommen würden. Nach weiteren Rücksprachen im Familienrat waren wir uns einige: Zum Wohl der Tiere sollten wir nun schnell handeln…
 
Nach einem holprigen Start ins neue Leben stehen die vier Schönheiten nun auf unserem Hof und wir haben schon Zeit und Ruhe gefunden, uns besser kennenzulernen. Leider ist der Allgemeinzustand der Tiere katastrophaler, als anfangs erwartet. Einen Namen? Der letzte Tierarztbesuch? Die letzte Impfung? Die letzte Wurmkur? Das letzte Mineralfutter? Die Antworten sind klar und gleichzeitig so erschütternd: Die Tiere hatten nichts davon.
 
Günther, Gretchen, Britney und Gisela – vier Lamas mit Herz und Seele. Es wird ein langer Weg mit kleineren und größeren Herausforderungen vor uns stehen. Und dazu brauchen wir Unterstützung. Mit einer kleinen Spende oder einer Patenschaft bekommen die vier Seelen einen Neustart, den sie verdient haben. Eine Überraschung hielt der Vorbesitzer noch für uns bereit: Gretchen, Britney und Gisela sind gedeckt und zum Anfang des neuen Jahres wird sich ihre Herde vergrößern.
 
Wer uns unterstützen möchte, meldet sich gern bei mir.
 
Kathleen Grygo 
Mobil/ WhatsApp: 0152 54637124 
Paypal: kathleengrygo@icloud.com


Auch bei Rückfragen oder anderen Hilfeleistungen stehen wir gern zur Verfügung.